schöner Samstagnachmittag, 7 Leute im Team, viele Menschen unterwegs

Wir knien zum beten hin und schon nach kurzer Zeit stösst ein „etwas“ angetrunkener junger Mann zu uns und kniet sich hin, faltet die Hände und fragt ob wir beten, oder zu wem wir beten. Jemand vom Team fragt ihn ob er Jesus kenne, oder ob er auch Gebet brauche. Er erzählt etwas undeutlich von einem Sturz vom Dach den er überlebt hat und das Jesus damals entschied, ihn noch nicht zu sich nehmen. Zwei vom Team gehen näher auf ihn ein. Er zeigt uns x Narben und erzählt uns von vielen Operationen und speziell die von seinen Augen. Er hat ein Glasauge und mit dem anderen sieht er nur schlecht. Wir versuchen mehrere Male in fürs Gebet zu gewinnen. Er lenkt ab mit seinen Sprüchen und vielem Reden. War eine recht lustige Begegnung. Er war übrigens mit einer ca. 20 köpfigen männlichen Crew als Tagesausflug in Bern unterwegs, sie alle hatten schon recht viel intus.

Wir können für eine Frau beten, C. sie ist zwischen 35-40jährig und wünscht sich das in der Liebe etwas geht. Sie wünscht sich eine Beziehung.

A., Italiener ist mit einer Gruppe von ca. 7 Leuten unterwegs, sie wohnen in Deutschland und machen einen Tagesausflug nach Bern. Sie arbeiten alle in einem Behindertenheim. A. setzt sich ohne zu fragen auf den Stuhl und sagt in Italienisch, dass er sich etwas ausruhen müsse ob das ok sei. Was wir den machen? „Wir beten!“ Er sagt ohne gross zu fragen für was, dass ihm sein Finger seit einem Jahr weh tue und auch das Knie. Er ist sich noch nicht bewusst was das bedeutet wenn man auf den Stuhl sitzt!! Zwei aus dem Team machen ernst und beten für ihn. Er hatte bis anhin alles nur einwenig im Scherz gemeint, einwenig den Clown gemacht aber als wir uns da hinknien bleibt ihm das Maul offen. Die ganze Gruppe war berührt, machten Fotos und bedankten sich für das Gebet und das es noch mehr solche gute junge Menschen geben sollte…sehen ihn etwas weiter entfernt die Hand auf den Kopf seines Freundes legen, der Kopfschmerzen hatte aber vorhin nicht auf unseren Stuhl sitzen wollte.

S. wird von unserem Team angesprochen, sie erschrak etwas als wir sie ansprachen um für etwas zu beten, machte grosse Augen und plötzlich sagte sie, dass wir für ihren Hautausschlag im Gesicht beten können. Sie bedankte sich für unseren Mut für Menschen zu beten.

M. möchte das wir beten für die Beziehung zu ihrem Bruder, sie war sehr offen.

J. sitzt ab, er hat Rheumaschübe, er wünscht sich Segen für den 3. Lebensabschnitt mit seiner Frau, er hat Angst das seine Gebrechen zunehmen und möchte dafür Gebet.

C. hat Bandscheibenprobleme, sie kann aber nach dem Gebet nicht sofort sagen, ob es sich verbessert hat.

C. sitzt mit ihrer fast 5jährigen Tochter auf die Stühle. Sie hat starke Depressionen und wünscht sich, dass sie ihre Tochter wieder mehr bei sich haben kann, dass sie wieder zusammenkommen. Sie war schon in der Vineyard Bern, der Tochter habe es dort sehr gefallen.

2 Frauen aus Mazedonien R. und M. werden durch unser Team angesprochen, sie sind Moslems. Zwei aufgeweckte, quirlige Frauen. R. hat Rheuma, sie bekommt Gebet und bereits nach kurzer Zeit steht sie auf und testet aus, sie sagt die Schmerzen seien weniger. Nach weiterem Gebet steht sie nochmals auf und hüpft herum, die Schmerzen sind weg.

F. spricht mit jemandem aus unserem Team, er ist alkoholisiert, sieht etwas verwahrlost aus. Kann kaum einen korrekten Satz aussprechen. Unser Teammitglied versucht’s weiter. Plötzlich fragt er aus dem Nichts, wo das stehe „Du sollst nicht töten“. Sie antwortet: „in den 10 Geboten.“ Plötzlich erzählt er recht klar eine Geschichte aus seinem Leben, er habe seine Frau genötigt, sie wurde schwanger und er habe sie gezwungen abzutreiben. Kurz darauf sagt er: „jetzt muss ich auf den Stuhl sitzen, ich brauche Vergebung!“ Das Team betet und spricht ihm Vergebung zu. Er habe noch ein Alkoholproblem und andere Sachen, aber er brauche nur Gebet für das, das kam jetzt rauf. Jetzt müsse er nicht mehr in die Katholische Kirche beichten gehen. Er und das Team waren zutiefst berührt.

Wir hatten weiter 3-4 intensive Gespräche mit Menschen. Eine Frau wurde von uns angesprochen ob sie ein Wunder brauche, sie nahm den Zettel und sagte: „mehr denn je“, hatte Tränen in den Augen aber ging weiter.

Jemand wurde von uns angesprochen, sie hatte ihren Schlüsselbund verloren, aber ihr war es etwas peinlich für das abzusitzen und wollte somit kein persönliches Gebet. Etwas später wird sie wieder von jemandem unseres Teams angesprochen, sie erzählt die Geschichte mit dem Schlüssel und sagt „es betet schon jemand von euch für mich – Danke!“