Samstag, 5.6.10, Bern. ca. 10 Leute im Team, ca. 25°.

Heute setzte sich nur eine Person mit Schmerzen oder Krankheit hin, dafür durften wir auch noch folgendes erleben:

– Ein junger Mann mit „Atheist“-T-Shirt war zugedröhnt mit einem Mix aus Alk und Psychopharmaka. Es gab ein längeres Gespräch, bevor er plötzlich davonrannte und sich erbrach.. Dann kam er wieder, wieder Gespräche. Dann gab es ein Gebet, aber mittendrin lief er weg und kam nicht wieder.

– Zwei Teenagermädchen sassen neben dem Wunderstuhlstand auf einer Treppe und assen Picknick, schauten zu. Nach einer kurzen Erklärung von uns, was wir machen, setzten sie sich nebeneinander auf die Stühle („dürfen wir uns die Hände halten? Tut es weh?“) und wir beteten für sie, dass sie die Liebe Gottes erfahren und seine Gegenwart spüren, und für Heilung für ihre Grosseltern. Eine sagte, sie habe nichts gespürt, die andere gab an, ein Kribbeln wie von Elektrizität im Körper zu haben.

– Eine Frau bekam Gebet, dass sie im Lotto gewinne bzw. für Durchbruch in ihren Finanzen.

– Eine Frau, die schon mal für sich hatte beten lassen und die Nummer von einer aus unserem Team bekommen hatte, rief an und fragte, wann wir denn das nächste Mal beten würden? Dann erschien sie und liess wieder für sich beten. Sie hat anscheinend Giftstoffe in ihrem Körper und braucht Entgiftung für ihre Organe. Sie sah während dem Gebet ein Licht und spürte eine „mega Wärme“. Yeah Jesus!

– Ein junger, homosexuell empfindender Mann führte ein Gespräch mit jemandem aus unserem Team und erzählte, dass er den Glauben verloren habe. Er möchte nicht verstossen werden. Wir durften für ihn beten und ihm Liebe zusprechen!!

– Eine junge Frau, die seit einem 1/2 Jahr Christin ist, erzählte von unzähligen Angriffen, von Krankheit, und von einem grossen Gefühl der Schutzlosigkeit. Es wurde für sie gebetet, ihr Schutz zugesprochen, und dass Gott sie schult/schulen wird. Sie weinte und sagte, dass sei „die Antwort“ auf ihre Ängste.

– Ein Mann setzte sich ohne ein konkretes Anliegen. Im Gespräch wurde ihm dann die Frage gestellt, ob er Jesus in sein Herz einladen wolle? Er wollte! Dann sprach ihm einer aus dem Team ein Übergabegebet vor, Satz für Satz, der Mann betete es nach, und wollte im Anschluss Informationen über die Gottesdienste und Gemeinde! Come on!!!

– Gespräch mit einem alten Mann über Wunder etc. Er möchte Gottes Frieden in seinem Leben erfahren. Gebet, Zuspruch von Gottes Liebe. Er schien sehr berührt zu sein, denn danach konnte er nur noch kurzsilbig antworten…

– Eine Frau setzte sich und liess für sich beten, dass sie einen Mann findet.

Wunderstuhl, 1.Mai 10

9. Juni 2010

Unterwegs zum Bahnhofplatz

12 Leute im Team. Wettervorhersage: Regen, Regen, Regen und 14°. Im Vorgebet lesen wir Prediger 11,7 laut (nach einem Tipp eines prophetisch begabten Mannes..) und während wir dann draussen sind regnet es nur am Anfang ein bisschen und ab und zu spüren wir noch ein paar Tropfen, aber es war erstaunlich trocken, insgesamt…

– H.: Schon letztes Mal beteten wir für sein Bein, diesmal gab es ein längeres Gespräch und am Schluss wieder ein Gebet. Er wollte auf seinen Kumpel warten um von ihm grünes Licht zu bekommen für das Beten. 🙂
– N., hatte Probleme mit dem Meniskus, wegen Breakdance, und Schmerzen beim Laufen. Nach dem Beten spürte er keine Schmerzen mehr!
– Gespräch mit jungen Männern, von denen einer wahrscheinlich däm. belastet ist. Er wurde gefragt, ob er frei werden will, aber er wollte nicht. Aber er hörte auf jeden Fall, dass Jesus ihn liebt, egal was ist, und ihn frei machen will.
– Eine Frau, die wir ansprechen, sagt, sie habe zurzeit grad keine Probleme, aber sie sei bereits durch Gebet komplett von Krebs geheilt worden!!
– K. war eine von drei KollegInnen und setzte sich als erstes hin, sie hatte Rückenschmerzen. Die anderen schauten gespannt zu. Der Beter: „Du spürst jetzt eine Wärme und wirst gleich frei von Schmerzen sein“. Kim springt Augenblicke später mit einem Schrei auf und tatsächlich: Sie spürte eine Wärme und die Schmerzen gingen komplett weg!! Sofort setzt sich ihr Kollege hin, auch er hat Rückenprobleme und man sieht deutlich, wie ein Bein zu kurz ist. Es wächst nach. Die drei sind ziemlich aus dem Häuschen und etwas geschockt… Sie wollen ihre dritte Kollegin auch noch auf den Stuhl bringen, aber sie rennt davon und die andern zwei ihr hinterher um sie einzufangen, hihi.. Was für eine lustige Szene!

Gebet für Heilung
– St.: Sie wurde schon mehrmals auf dem Bahnhofplatz von Wunderstuhlleuten angesprochen und setzt sich heute zum ersten Mal hin wegen Schmerzen im Daumen und Knie. Leider ist direkt nach dem Gebet keine Verbesserung spürbar. Ihre Kollegin lässt noch für sich beten, weil sie am nächsten Tag an einem Haar-/Schönheitswettbewerb mitmacht.
– Ma. spürt manchmal ein Stechen im Knie. Weil es nur manchmal ist, kann sie nicht sagen, ob es nach dem Gebet einen Unterschied gibt.
– Gebet für einen Mann im Gorillakostüm (er machte Werbung für etwas), dessen Schulter verspannt ist und schmerzt. Er ist sehr berührt.
– Noch einige gute Gespräche!

Wunderstuhl, 17.4.10

9. Juni 2010

Wir waren ca. 9 Leute im Team, es war ein schöner, sonniger Tag.

Unterwegs mit dem mobilen Marktstand, der "Bundeslade"

– Eine aus dem Team war in der Nähe des Wunderstuhlstandes und bekam Eindrücke, die sie an PassantInnen weitergab; es kam zu interessanten Begegnungen. Z.B. mit einer Frau die sagte, dass sie seit 65 Jahren bete und dass Gott nicht antworte. Die zwei führten ein langes und gutes Gespräch.

– Z. erzählte vom Bruder, der im Spital liegt. Er wollte kein Gebet. Als eine weitere Person vom Team dazustiess und nur vom Bruder hörte, nicht aber vom „kein Gebet“ und einfach für den Bruder zu beten begann, erschrak Zaid zuerst, entspannte sich dann aber..

– H., 50j., humpelte an Krücken über den Platz. Zwei vom Team durften für sein Bein beten, das eine Entzündung hatte und H. deshalb grosse Schmerzen. Nach dem Gebet die Frage „hast du etwas gespürt?“. H.: „Ja“, Team: „Was denn?“, H.: „Das sage ich sicher nicht!!! Ich erzähle doch nicht alles!!!“. Hahaha. Später erzählte er dann jemand anderem vom Team, dass die Schmerzen zurückgegangen seien.

– J.: Gebet für einen anderen Job.

– I.: Wollte Gebet für Glück beim Lottoschein, da dies seine letzte Chance sei.

– Jo.: Sie kam zum Wunderstuhl wegen Magenproblemen, erzählte aber, dass sie eigentlich ein viel grösseres Problem habe, beruflich. Sie war sehr glücklich, dass wir uns getroffen hatte, sie hatte nämlich eigentlich vorgehabt, heute noch in eine Kirche beten zu gehen wegen ihren Problemen. Während zwei vom Team beteten, sprach eine andere mit dem Mann von Jo., der selbst nicht an Gott glaubte.

– F.: Brauchte ein Wunder für Fest-Organisation/Laptop funktioniert nicht.

– D.: Brauchte Gebet um von seiner Drogensucht loszukommen. Er wollte aber, dass wir beten wenn er nicht dabei ist.

Links ein Infostand über den Islam, rechts wir.

Gott aber sei Dank! Weil wir mit Christus verbunden sind, lässt er uns immer in seinem Triumphzug mitziehen und macht durch uns an jedem Ort bekannt, wer er ist, sodass sich diese Erkenntnis wie ein wohlriechender Duft überallhin ausbreitet. -2.Korinther 2,14 (NGÜ)

Es ist kühl aber teilweise sogar sonnig. Wir sind 9 Leute im Team und erleben heute dies:

– Ein langes Gespräch mit drei Männern über Alkohol, Arbeitslosigkeit und unsere „psychedelischen Erfahrungen“ mit dem Heiligen Geist. Einer der drei Männer, ein Künstler, erzählt, dass er kürzlich einen Traum hatte: Aus einem Wasserfall heraus sei ein ganz weiss gekleideter Mann gekommen, das sei Jesus gewesen, und er sei „ewig“ gewesen auf verschiedene Weisen: Von der Erscheinung her und auch sei hinter ihm nichts/niemand gewesen und vor ihm auch nicht. Sehr eindrücklich!
Ausserdem werden wir zuerst beschuldigt, für „die Kirche“ zu arbeiten, die ja so viel sexuellen Missbrauch mit sich bringt. Als eine Beterin sagt, nein, wir arbeiten für Jesus, ist sofort eine Offenheit da.

– Eine etwa 18-jährige junge Frau hat Atembeschwerden, ihr Hals sei so wie zu. Wir beten kurz und fragen, ob es eine Veränderung gegeben habe. „0“ sei keine Veränderung und „10“ sei komplette Gesundheit. Sie sagt: „hm…… 6-7“ und scheint überhaupt nicht überrascht zu sein. Wir dürfen noch einmal beten, sie bedankt sich und verabschiedet sich, als ob es das normalste der Welt wäre 🙂

– Eine weitere junge Frau, E., hat eine misslungene Knieoperation hinter sich. Sie kann das operierte Bein nicht durchstrecken, das Knie ist so wie „zu weit oben“. Als ihr Leute aus unserer Gruppe Gebet anbieten will sie sich zuerst absichern „Aber gell, ihr macht nichts mit Gewalt oder so?“. hihi.. Beim Beten zuckt plötzlich das Bein und die Frau sagt „Nein das gibt’s ja nicht!“ -das Knie sei ca. 1cm runter und nach einem zweiten Gebet nochmal ein Stück, und es lässt sich fast durchstrecken. Beim Verabschieden sagt sie, jetzt müsse sie vielleicht gar nicht mehr operieren! Yippieh!

– Währenddessen sitzt auf dem Stuhl nebenan J.. Sie hatte als Kind einen Autounfall und seit dem einen Bandscheibenvorfall. Wir erzählen ihr von einer Frau, die von Schmerzen aufgrund von verschobenen Rückenwirbeln geheilt wurde. Beim Beten spüren wir plötzlich einen Ruck durch ihren Rücken gehen und J.’s Augen werden gross. Sie sagt, sie spüre eine Wärme. Wir erklären ihr, dass das oft ein Zeichen für Gottes Gegenwart und Heilung sei, und fragen ob wir noch einmal beten dürfen. Wir dürfen. Dann sagt J., dass sie überall eine starke Wärme spüre, so wie sie es noch nie erlebt habe, aber es sei angenehm. Sie kann nicht grad sofort sagen, ob es gut ist, weil sie das erst beim Sport etc. gut merken würde. Sie bedankt sich mehrmals und scheint glücklich wegzulaufen. Yeah Gott!

– Ein Gespräch mit einem 18-jährigen Mädchen. Die Frau aus unserer Gruppe sagt ihr, dass Gott eine Bestimmung für sie habe. Sie fragt sofort „und was für eine??“, und lässt für sich beten.

– R., ca. 50-jährig, hat eine Blase am Fuss. Nach dem Gebet für den Fuss sagt er, ja, er habe etwas gespürt. Als wir fragen, ob es sonst noch etwas gebe wo wir beten könnten, erwähnt er „allgemein, emotional“ und wir können noch einmal beten.

– E., eine Westschweizerin, wird zufällig von einer aus unserem Team angesprochen die bilingue ist. E. ist Buddhistin und hat kein konkretes Gebetsanliegen, ist aber sehr offen: Als zwei Frauen aus unserer Gruppe E. sachte die Hände auflegen wollen – eine links, eine rechts, nimmt sie die beiden Hände in ihre beiden – eine rechts, eine links, und schliesst die Augen :-). Wir dürfen auch für ihren Job beten.

– Ein ca. 15-jähriger Junge möchte Gebet, dass er seine Lehre durchsteht. Dabei beginnt er erst in einem Jahr mit der Lehre.. Gerne beten wir für ihn.

Wir sind 7 Leute, es ist um die 10° und es regnet leicht.

– E., eine Frau mit fixiertem Arm wegen zwei gerissener Sehnen, kommt zum Stand. Schon während dem Hinlaufen stellt sich im Gespräch heraus, dass es ihr eigentlich gar nicht um die Sehnen geht, sondern dass sie allgemein Gebet möchte. Immer wieder erzählt sie, dass es immer gut getan hatte, wenn sie gebetet hatte oder Freunde von ihr für sie. Zwei von unserer Gruppe beten kurz für sie und die Gegenwart Gottes ist sofort spürbar. E. ist sehr berührt, sie bedankt sich wieder und wieder und sagt, das seien GENAU die richtigen Worte gewesen, und GENAU das, was sie gebraucht habe, das habe ihr sehr gut getan.

– G., ein junger Mann mit Asthma, lässt für sich beten und segnet im Anschluss gleich auch noch das Team! Er kann noch nicht sagen ob das Asthma weg/besser ist.

– L., ein „kleiner Gangster“, hat eine Muskelzerrung am rechten Oberschenkel und kann deswegen nicht hüpfen und nicht gut laufen. Nach dem Gebet ist es viel besser, er hat keine Schmerzen mehr, und hüpft beim Wunderstuhl auf und ab, kann problemlos laufen.

– Eine junge Frau, die vor 3 Monaten von einem aus unserer Gruppe Gebet bekommen hat wegen Ohrenproblemen, kommt vorbei und sagt, dass sie seit 3 Monaten keine Ohrenprobleme mehr gehabt hat! Yeah!

– La., eine junge Frau, hat Schulter- und Rückenschmerzen. Nach einem kurzen Gebet sind alle Schmerzen komplett verschwunden! Sie weint, weil sie so überwältigt ist.

– Anschliessend holt diese La. zwei KollegInnen von ihr:

– F. hatte mit den Bändern Probleme und Schmerzen und darf auf dem Wunderstuhl eine 100%-Heilung erleben!

– Lu., eine junge Frau, bringt kein Anliegen vor sondern setzt sich einfach mal. Man merkt, dass ihre KollegInnen unbedingt wollen, dass für sie gebetet wird. Der Betende hat einen konkreten Eindruck für sie. Lu. fängt an, über Ungerechtigkeit zu reden: Warum werden einige Menschen geheilt und andere nicht? Im anschliessenden Gespräch erzählt sie, dass ihre Mutter in drei Tagen beerdigt wird. Die Mutter habe Lu. immer gesagt, dass Gott gut und gerecht sei. Und Lu. habe für ihre Mutter gebetet. Aber als die Mutter gestorben sei, habe Lu aufgehört, an Gott zu glauben bzw. an Heilung. Nun läuft sie kurz darauf hier über den Bahnhofplatz und ihre Kollegen werden geheilt. Es gibt ein langes Gespräch, und als später unsere ganze Gruppe vom Schicksal dieser jungen Frau und ihrer Mutter erfährt, sind wir alle erschüttert. Lu wollte nicht, dass wir noch für ihre Mutter beten (für Auferweckung). Wir haben auch keine einfachen Antworten auf ihre Fragen, aber wir glauben dass es kein Zufall war, dass wir uns getroffen haben, und es bleibt uns einfach, weiter für sie zu beten.

Kurz nach 13 Uhr bauen wir unseren mobilen Marktstand auf – den brauchen wir, um überhaupt eine Bewilligung zu kriegen von der Stadt. Dann verteilen wir – zwei junge Männer, drei junge Frauen – uns auf dem Bahnhofplatz und warten auf Leute, die ein Wunder brauchen. Schon nach wenigen Minuten sind beide Stühle besetzt – ich weiss aber leider nicht, was dort geschah.. wird noch nachgereicht.

Ein Mann mit gelbem Gesicht und ohne Haare hält an um den Flyer „Brauchen Sie ein Wunder?“ anzuschauen. Er lässt sich auf englisch erklären, um was es geht. Dann sagt er, er brauche ein rotes Auto. Ob Gott das könne? Er sei vom Secret Service einer Armee. Er redet ein bisschen wirr. Dann sagt er, jetzt sei grad etwas passiert, jetzt sei grad alles anders als vorhin. Ich frage, wie, anders? Er sagt, bevor er hierher gelaufen sei und angehalten habe, und vom Moment an, wo er angehalten habe, das sei völlig verschieden. Er fühle sich innerlich plötzlich so friedlich und ruhig. Ich sage ihm, dass sei Gottes Gegenwart, denn Gott liebe ihn. Er fragt „does he really love me?“ und ich versichere ihm, dass Gott ihn kennt und ihn liebt. Er nimmt einen Flyer mit und geht, dabei dreht er sich immer wieder um. So schön.

Ein älterer Mann hält an. Ich erkläre, dass wenn er ein Wunder braucht weil er z.B. Schmerzen habe, wir für ihn beten würden. Er sagt, es gehe ihm eigentlich gut. Aber eine Verwandte brauche ein Wunder. Auf Nachfrage erfahre ich, dass sie einen Hirntumor hatte und operiert wurde, jetzt aber Schmerzen hat. Er kommt mit zum Stand und setzt sich hin, wir beten für diese Verwandte. Dann fragt einer der Beter ihn, ob mit ihm alles in Ordnung sei. Er sagt, wichtig sei seine Verwandte, seine Sache sei nicht so wichtig. Der Beter erklärt ihm, dass Gott gross genug ist für alle Probleme. Da sagt der Mann, dass er am Donnerstag einen Operationstermin habe. Blasenkrebs. Bösartig. Er lässt dann gerne für sich beten und ist sichtbar gerührt. Wie gerne würde ich jetzt wissen, wie es ihm geht!!

Unsere zwei Beter sprechen lange mit zwei Jugendlichen. Es wird immer mehr gelacht und gestikuliert, dann laufen sie zu den Stühlen und die Jungs setzen sich hin. Es wird gebetet, und noch mehr gelacht. Wir Frauen werden auch hergeholt. Es stellt sich heraus, dass es im Gespräch recht bald um Flashs und um „breit sein“ von Drogen bzw. vom Heiligen Geist gegangen ist. Nun wollen die zwei das mal ausprobieren. Halb machen sie sich wohl über uns lustig, aber sie kichern tatsächlich nonstop und als das Handy von dem einen klingelt, meldet er sich mit „Jesus“, und seine weiteren Antworten auf die Fragen des offensichtlich verwirrten Anrufers lauten so: „Ich bin so an einem Jesusstand.. ja… ich kann es nicht anders beschreiben… nein, keine Ahnung was hier abgeht.. ja, das ist Jesus..“. Dann hängt er auf, sein Kumpel sagt „Das wird ein guter Tag, mann! Komm, wir gehen weiter“.

Kurz darauf spreche ich ein junges Paar, ca. 16jährig, an. Sie sagt, sie könne höchstens ein Wunder brauchen, dass sie am Abend keinen Muskelkater mehr hat. Ich erzähle ihr, dass erst grad am vorletzten Sonntag einer aus unserer Gruppe für ein Mädchen mit Muskelkater gebetet hat, und dass der Muskelkater tatsächlich augenblicklich und komplett verschwunden sei! Sie will es aber lieber selbst ausprobieren. Ich sage ihr, klar könne sie auch selbst beten, und sie sagt, sie werde das tun. Der Junge daneben fragt mich scherzend, ob ich nicht beten könne, dass er ein „Chnübi Hasch“ kriegt. Ich bin immer noch voll drin vom Erlebnis von vorher und sage ihm, er könne auch den Heiligen Geist kiffen. Er solle einfach sagen „Heiliger Geist, ich möchte deine Gegenwart spüren“. Ich erzähle ihnen von ein paar solchen Erlebnissen und dass Gottes Gegenwart so super und mächtig sei. Sie sagen beide, dass sie das heute Abend ausprobieren werden. Was würde ich dafür geben, zuschauen zu können!! Sofern sie es tatsächlich tun..

Die andern aus dem Team haben inzwischen drei junge Frauen am Stand stehen. Eine davon setzt sich gerade auf den Stuhl, sie hat Schmerzen im Bein. Ein kurzes Gebet, dann sagt sie auf die Frage, ob sie noch Schmerzen verspüre, ganz verblüfft „ääh… nein.. jetzt spüre ich tatsächlich grad nichts mehr!“.

Die andern Stories muss ich mir noch erzählen lassen, da ich noch vor der abschliessenden Austauschrunde fort musste. Hach, es ist immer so aufregend, berührend, wunderschön!

Nachtrag: Eine Frau, die Informationen zum Gottesdienst gewollt hatte und längere Zeit mit jemandem vom Team gesprochen hatte, war eine Woche darauf im Vineyard-Kennenlernen-Kurs und erzählte unserem Gemeindeleiter Folgendes:

Sie sei auf der Strasse bei diesem Wunderstuhl gewesen und daraufhin am Sonntag in den Gottesdienst gegangen. Dort habe sie während der Anbetungszeit einfach weinen müssen, sie wisse gar nicht, warum. Und nun, als am Anfang dieses Kennenlernkurses wieder einige Lieder gesungen worden seien, sei sie wieder die ganze Zeit am weinen gewesen, ohne Grund.

Heute zum ersten Mal mit einer Stunde Gebet vorher. Frei nach dem Motto get drunk, stay drunk, make others drunk. Da gleichzeitig noch eine Demo stattfindet, deren Besammlungsort „unser“ Platz ist, kommen wir mit einigen vom black block ins Gespräch. Eine junge Frau hat seit Monaten eine Sehnenscheidenentzündung. Ausserdem hinkt sie, weil ein Bein deutlich kürzer ist als das andere (ca. 5cm). Ihr Kollege, extrem skeptisch, sitzt daneben. Nach einem kurzen Gebet sind die Beine gleichlang und der Schmerz im Handgelenk komplett weg. Beide können es kaum glauben und rufen wieder erstaunt aus „Ich glaube das nicht!!!“. Einer kommt mit einer Krücke dahergehumpelt. Sein Bein ist wie versteift, er kann es nicht mehr beugen, nicht mehr Treppenlaufen etc. Nach dem Beten testet er es aus. Gleich nebenan ist eine Treppe, die läuft er rauf, runter. Als er wegläuft, trägt er die Krücke waagrecht in der Hand 🙂 Einer hat Schmerzen im Knie. Nach dem Beten rennt er eine Runde um die Kirche; er spürt den Schmerz nicht mehr! Wir können noch für einige andere Sachen beten. Leute lassen z.B. für Verwandte beten, die im Spital liegen. Gottes Gegenwart ist da und mächtig und verändert alles!